Die IVOM-Therapie:
gezielt & wirksam.
Bei der feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD) ist rasches Handeln entscheidend. Die intravitreale operative Medikamentengabe (IVOM) ist heute der Goldstandard — ambulant, nahezu schmerzfrei und in unserem Augenzentrum in Herford.
Eine Injektion ins Auge klingt nach mehr als sie ist. In erfahrenen Händen dauert der Eingriff selbst wenige Minuten — und kann die Sehkraft über viele Jahre erhalten, die ohne Behandlung verloren ginge.
Wie die Injektion
wirkt.
IVOM steht für Intravitreale Operative Medikamentengabe — eine Methode, bei der ein Wirkstoff direkt in den Glaskörper des Auges eingebracht wird. Von dort gibt er über Wochen kontinuierlich Wirkstoff an die Netzhaut ab.
Bei der feuchten AMD setzt der Körper übermäßig viel VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) frei — ein Wachstumsfaktor, der krankhafte, undichte Blutgefäße unter der Netzhaut entstehen lässt. Anti-VEGF-Präparate blockieren diesen Faktor gezielt: Die krankhaften Gefäße schrumpfen, Flüssigkeit wird abgebaut, das Gewebe erholt sich.
- Ambulanter Eingriff im Augenzentrum Herford — kein stationärer Aufenthalt
- Lokale Betäubung mit Augentropfen — keine Spritze, keine Vollnarkose
- Die Injektion selbst dauert nur Sekunden
- Kassenleistung bei feuchter AMD mit zugelassenen Präparaten
Zwei Phasen —
ein individueller Plan.
Die IVOM-Therapie folgt einem strukturierten Ablauf. Am Anfang steht die Stabilisierung — danach wird das Intervall auf Sie abgestimmt. Ziel ist immer: so viel Schutz wie nötig, so wenig Aufwand wie möglich.
Loading-Phase —
der starke Start.
Zu Beginn der Therapie werden in der Regel drei Injektionen im Abstand von je vier Wochen verabreicht. Diese intensive Anfangsbehandlung soll die krankhafte Aktivität rasch stoppen, Flüssigkeit unter der Netzhaut abbauen und das Sehvermögen stabilisieren.
- 3 Injektionen im monatlichen Abstand
- Kontrolle mit der optischen Kohärenztomografie (OCT) vor jeder Injektion
- Rückgang der Flüssigkeit unter der Netzhaut
- Stabilisierung oder Verbesserung des Sehvermögens
Treat-and-Extend —
individuell angepasst.
Nach der Loading-Phase wird das Therapieintervall Schritt für Schritt an Ihren persönlichen Befund angepasst. Zeigt das OCT-Bild keine Aktivität mehr, verlängern wir das Intervall behutsam — von 4 auf 6, 8 oder bis zu 12 Wochen. So minimieren wir Aufwand und Belastung für Sie.
- Intervalle von 4 bis 12 Wochen — je nach Befund
- OCT-Kontrolle bei jedem Termin zur Therapieanpassung
- Geringstmögliche Anzahl an Injektionen bei vollem Schutz
- Langfristige Begleitung durch dasselbe Team
Der Eingriff —
Schritt für Schritt.
Die Injektion selbst dauert nur Sekunden. Ein Großteil des Termins entfällt auf sorgfältige Vorbereitung und Nachruhe — damit alles unter optimalen Bedingungen stattfindet.
Vorbereitung & Desinfektion
Pupillenerweiternde Augentropfen werden gegeben. Sobald die Pupille ausreichend weit ist, werden Auge und umliegende Haut gründlich gereinigt und desinfiziert — unter sterilen Bedingungen.
Betäubung & Lidsperrer
Betäubende Augentropfen machen den Eingriff nahezu schmerzfrei. Ein Lidsperrer hält das Auge sicher offen — so können Sie nicht blinzeln. Die Bindehaut wird ein weiteres Mal sorgfältig gereinigt.
Injektion & Abschluss
Das Medikament wird mit einer sehr feinen Kanüle in den Glaskörper eingebracht. Dieser Vorgang ist schmerzfrei und dauert Sekunden. Danach schützen wir das Auge mit einem Salbenverband. Sie können kurz ruhen, bevor Sie gehen.
Was nach der
Injektion wichtig ist.
Die IVOM wird in den meisten Fällen sehr gut vertragen. Am Tag nach dem Eingriff kontrollieren wir Sehleistung, Augeninnendruck und untersuchen auf Entzündungszeichen. Danach können Sie in aller Regel Ihren gewohnten Alltag aufnehmen.
Leichte Begleiterscheinungen sind normal: Ein kurzes Fremdkörpergefühl legt sich mit befeuchtenden Augentropfen meist rasch. Eine kleine Bindehautblutung an der Einstichstelle ist harmlos und bildet sich innerhalb weniger Tage zurück.
- Kontrolltermin am Tag nach der Injektion
- Befeuchtende Augentropfen bei Fremdkörpergefühl
- Kein Schmutz, Wasser oder Staub ins Auge in den ersten Tagen
- Kein Schwimmbad oder Sauna in der ersten Woche
- Kleine Bindehautblutung: harmlos, bildet sich zurück
- Schwarze Pünktchen im Gesichtsfeld: meist Luftbläschen, lösen sich auf
- Bei Schmerzen oder starker Rötung: sofort melden
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