StartMakuladegeneration

Makula­degeneration?
Sehvermögen erhalten.

Die Makula ist der schärfste Punkt Ihres Auges — für alles, was Sie direkt anschauen. Wenn sie sich verändert, merken Sie es zuerst beim Lesen, beim Erkennen von Gesichtern. Wir erkennen das früh — und handeln.

Nahaufnahme eines menschlichen Auges mit feinen Linien und Falten.

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) zählt zu den häufigsten Ursachen für Sehverlust im Alter — und gleichzeitig zu den Erkrankungen, bei denen frühes Handeln den entscheidenden Unterschied macht. Wir kennen diese Erkrankung in all ihren Verläufen — und begleiten Sie individuell, ehrlich und auf dem neuesten Stand der Therapie. Die Diagnose und Verlaufskontrolle erfolgt in allen unseren Praxen, die Behandlung mit der intravitrealen operativen Medikamentengabe (IVOM) in unserem Augenzentrum in Herford.

Symptomatik & Ursachen

Was sich verändert —
und warum.

Die Makula ist der zentrale Bereich der Netzhaut — zuständig für das scharfe, detaillierte Sehen. Bei einer Makuladegeneration verliert genau dieser Bereich seine Funktion. Man unterscheidet zwei Formen: Die trockene AMD verläuft langsam, die feuchte AMD kann innerhalb von Wochen zu spürbarem Sehverlust führen.

Ältere Frau hält Amsler-Gitter-Testblatt im Westfalica Augenzentrum.
Augenärztin spricht mit älterer Patientin im Behandlungsraum.
Behandlung mit IVOM

Gezielt. Ambulant.
Wirksam.

Bei der feuchten AMD gilt die IVOM heute als Goldstandard. Ein hochwirksamer Anti-VEGF-Wirkstoff — ein Hemmstoff des körpereigenen Wachstumsfaktors VEGF — wird direkt in den Glaskörper des Auges eingebracht und hemmt dort das unkontrollierte Wachstum krankhafter Blutgefäße und reduziert Flüssigkeit unter der Netzhaut.

Der Eingriff klingt größer als er ist: Er dauert wenige Minuten, ist vollständig ambulant und das Auge wird vorher sorgfältig betäubt. Viele unserer Patient:innen kommen über Jahre regelmäßig zu uns — und kennen den Ablauf nach dem zweiten Termin längst.

Verlauf & Begleitung

Nicht einmal behandeln —
langfristig begleiten.

Die Makuladegeneration ist eine chronische Erkrankung. Das bedeutet: Wir begleiten Sie nicht nur beim ersten Termin, sondern über Jahre. Unsere Verlaufskontrollen mit der optischen Kohärenztomografie (OCT) zeigen feinste Veränderungen der Netzhautschichten — oft lange bevor Sie selbst etwas bemerken.

Das Behandlungsintervall passen wir fortlaufend an Ihren persönlichen Befund an (Treat-and-Extend): so viel Therapie wie nötig, so wenig Aufwand wie möglich. Dazu Ernährungsempfehlungen, UV-Schutz und das Amsler-Gitter zur Selbstkontrolle zuhause.

Augenarzt zeigt einer älteren Patientin eine Augenscan-Analyse auf dem Bildschirm.

Häufige Fragen

Was Patient:innen
oft fragen.

Ist Makuladegeneration heilbar?

Die altersbedingte Makuladegeneration ist derzeit nicht heilbar. Bei der feuchten Form lässt sich das Fortschreiten durch regelmäßige Injektionen wirksam verlangsamen — und bei vielen Patient:innen das Sehvermögen langfristig stabilisieren. Je früher wir beginnen, desto mehr lässt sich erhalten.

Woran erkenne ich eine Makuladegeneration frühzeitig?

Typische Frühzeichen sind verzerrte Linien — gerade Kanten erscheinen plötzlich gewellt oder gebogen. Auch ein grauer oder unschärferer Fleck genau in der Bildmitte, Schwierigkeiten beim Lesen oder ein verändertes Farbsehen können erste Hinweise sein. Mit einem einfachen Amsler-Gitter können Sie zuhause selbst testen. Wenn Sie unsicher sind: kommen Sie einfach vorbei.

Wie oft sind die Injektionen notwendig?

Am Anfang meist monatlich — oft drei bis vier Termine in Folge, bis sich die Erkrankung stabilisiert hat. Danach richten wir das Intervall individuell nach Ihrem Befund aus: manche Patient:innen kommen alle vier Wochen, andere alle acht bis zwölf Wochen. Ziel ist immer die kleinstmögliche Belastung bei bestmöglichem Schutz.

Sind die Injektionen schmerzhaft?

Das Auge wird vor jeder Injektion mit Augentropfen betäubt. Die meisten Patient:innen beschreiben allenfalls ein leichtes Druckgefühl — keine Schmerzen. Nach dem Eingriff kann das Auge für einige Stunden etwas gereizt sein, das legt sich rasch.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ja — bei der feuchten AMD sind IVOM-Injektionen mit zugelassenen Anti-VEGF-Präparaten eine anerkannte Kassenleistung und werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Auch die OCT-Verlaufskontrollen sind in der Regel abgedeckt. Wir klären das transparent vor Behandlungsbeginn mit Ihnen.

Was kann ich selbst tun, um den Verlauf positiv zu beeinflussen?

Einiges. Nichtrauchen ist der wichtigste Einzelfaktor. Dazu eine antioxidantienreiche Ernährung: viel grünes Blattgemüse, Fisch mit Omega-3-Fettsäuren, Beeren. Eine gute UV-Sonnenbrille schützt die Makula vor weiterer Lichtbelastung. Und das Amsler-Gitter zuhause im Blick behalten — bei neuen Verzerrungen sofort Bescheid geben.